Bildungsgutschein
Neue Grundsicherung ab Juli 2026: Was sich beim Bildungsgutschein vom Jobcenter ändert
30.09.2026
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5 min
Fachlich geprüft von Karim Suhm

Kurz gesagt: Seit dem 1. Juli 2026 prüft das Jobcenter zuerst, ob eine direkte Vermittlung in Arbeit möglich ist (§ 3a SGB II). Eine Weiterbildung wird weiterhin gefördert, wenn sie für eine dauerhafte Eingliederung erfolgversprechender ist. Die Begründung wird dadurch wichtiger.
Was sich geändert hat
Vermittlungsvorrang: Arbeitsvermittlung kommt grundsätzlich vor Weiterbildung.
Ausnahmen: Vorrang für Weiterbildung haben insbesondere junge Menschen unter 30 und Menschen ohne Berufsabschluss bei abschlussorientierten Weiterbildungen.
Zuständigkeit: Seit dem 1. Januar 2025 fördert die Agentur für Arbeit die berufliche Weiterbildung auch für Jobcenter-Kund:innen.
Was gleich bleibt
Der Bildungsgutschein übernimmt weiterhin die Lehrgangskosten sowie unter Umständen Fahrt- und Kinderbetreuungskosten.
Bei abschlussorientierten Weiterbildungen (Berufsabschluss) gibt es weiterhin Weiterbildungsgeld und Weiterbildungsprämien.
So begründest Du Deine Weiterbildung jetzt
Zeige, dass Dir für verfügbare Stellen konkrete Kenntnisse fehlen.
Belege mit Stellenanzeigen, dass es nach dem Kurs Stellen gibt.
Lass die Weiterbildung als Ziel im Kooperationsplan festhalten.
Stand: September 2026. Gesetzliche Regelungen können sich ändern; maßgeblich ist die Entscheidung im Einzelfall.
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